Workshop:

Nachhaltige Mode – Reduce, Reuse, Recycle

Norderney, 2. November 2019

Wie setzen sich die Kosten eines T-Shirts zusammen? Was kann man mit ausgedienten Kleidungsstücken tun? Welchen Einfluss hat die Textilindustrie auf die Umwelt?

Diese und ähnliche Fragen wurden am 2. November im Badehaus diskutiert. Unter dem Motto „Nachhaltige Mode – Reduce, Reuse, Recycle“ lud der Norderneyer Verein Perpetuum Mobility zum zweiten Workshop der Veranstaltungsreihe „Society Clean Up“ ein. Insgesamt 14 Teilnehmer tauschten ihr Wissen über die Modeindustrie und ihre Erfahrungen mit Kleidungsstücken aus, um anschließend ihre Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit Textilien selbst umzusetzen.

Unter der Leitung von Elisa Bodenstab diskutierten die Teilnehmer darüber, woher ihre Kleidung kommt, woraus sie besteht und was mit ihr geschieht, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. So konnten die eigenen Erfahrungen weitergegeben und neue Ideen gesammelt werden. Elisa Bodenstab dazu: „Für uns steht der Austausch im Vordergrund. Wir wollen den Menschen nicht sagen, welcher Umgang mit Kleidung der Richtige oder der Falsche ist. Stattdessen möchten wir jeden Einzelnen ermutigen, sein Wissen zu teilen. Auch über den Workshop hinaus.“

„Dass die meisten Kleidungsstücke nur ein paar Mal getragen werden und dann für immer im Schrank landen oder dass viele Stoffe gar nicht wiederverwendet werden können, hat zum Nachdenken gebracht,“ so einer der Teilnehmer.

Dass das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Mode bei vielen Menschen schon vorhanden ist, konnten die Anwesenden schnell unter Beweis stellen. Trotzdem rief der eine oder andere interessante Fakt Erstaunen hervor. „Dass die meisten Kleidungsstücke nur ein paar Mal getragen werden und dann für immer im Schrank landen oder dass viele Stoffe gar nicht wiederverwendet werden können, hat zum Nachdenken gebracht. Da merkt man, dass man noch mehr darauf achten sollte, was man kauft,“ so einer der Teilnehmer.

„Es ist schön zu sehen, wenn die verschiedenen Kenntnisse und Fähigkeiten zusammenkommen und am Ende etwas Neues entsteht.“ – Elisa Bodenstab.

Am Ende sollten aber nicht nur Ideen gesammelt, sondern auch umgesetzt werden. Alten Kleidungsstücken, die abgetragen und aussortiert waren, wurde mit vereinten Kräften ein neues Leben gegeben. So entstanden aus Jeans, Pullovern oder T-Shirts neue Körnerkissen, Taschen, Federmappen oder Kartenhüllen. Auch hier wurde deutlich, dass gemeinsam mehr erreicht werden kann. Die erfahreneren Teilnehmer standen den Näh-Neulingen mit Rat und Tat zur Seite. Bodenstab: „Es ist schön zu sehen, wenn die verschiedenen Kenntnisse und Fähigkeiten zusammenkommen und am Ende etwas Neues entsteht.“

So gingen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende nicht nur mit einem gesteigerten Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Bereich Mode nach Hause, sondern auch mit einem praktischen Gegenstand, den sie gebrauchen können oder verschenken möchten. „Wenn man etwas selbst herstellt, verbindet man damit viel mehr, als wenn man es einfach kauft. Besonders für Geschenke ist das eine großartige Sache,“ sagte einer der Teilnehmer zufrieden.

Die Teilnehmer freuten sich, dass auf abwechslungsreiche und spannende Art und Weise interessante Fakten vermittelt wurden. Und dass der Spaß dabei nicht zu kurz kam.

Die Organisatoren von Perpetuum Mobility e. V. fühlen sich durch den Erfolg des Workshops in ihrem Vorhaben bestätigt. Hierbei ein großes Dankeschön für die Unterstützung der Stadt Norderney. Die nächste Veranstaltung im Rahmen des „Society Clean Ups“ wird bereits geplant. Dann soll es darum gehen, wie man den Verpackungsmüll im eigenen Haushalt verringern kann. Vorschläge für weitere Themen werden auch immer gerne unter info@perpetuummobility.de entgegengenommen.

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