Workshop:

Nachhaltig leben – Wie mache ich den ersten Schritt?

Norderney, 21. September 2019

Am 21. September lud der Norderneyer Verein Perpetuum Mobility e. V. zu einem Workshop zum Thema „Nachhaltig leben – Wie mache ich den ersten Schritt“ in das Badehaus ein. Die zahlreich erschienenen Teilnehmer, darunter sowohl Einheimische als auch Touristen, entwickelten Ideen und Strategien, wie sie ihren eigenen Alltag nachhaltiger gestalten können.

Der World Clean Up Day (Weltaufräumtag) ist ein Tag, an dem sich Menschen auf der ganzen Welt für eine saubere Umwelt einsetzen. Diesen Anlass hat auch der auf Norderney ansässige Verein Perpetuum Mobility genutzt, um im Rahmen eines Workshops auf Probleme wie Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen und gemeinsam Lösungen zu finden.

„Wir möchten zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema für Unternehmen und Politiker ist. Viele Menschen fühlen sich überwältigt und fürchten, dass sie allein keinen Einfluss haben. Dabei ist jeder kleine Schritt bereits ein Schritt in die richtige Richtung.“ – Elisa Bodenstab.

Unter der Leitung von Elisa Bodenstab tauschten sich die Teilnehmer darüber aus, was aus ihrer Sicht die größten Probleme in Sachen Nachhaltigkeit sind, diskutierten, welchen Einfluss jeder Einzelne hat und entwickelten Strategien, wie man diesen Einfluss nutzen kann. Dabei ging es nicht nur um große Vorhaben wie den Ausbau von regenerativen Energien und die Förderung von Elektroautos, sondern insbesondere um kleine Schritte, die man in seinen eigenen Alltag einbinden kann. Bodenstab: „Wir möchten zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema für Unternehmen und Politiker ist. Viele Menschen fühlen sich überwältigt und fürchten, dass sie allein keinen Einfluss haben. Dabei ist jeder kleine Schritt bereits ein Schritt in die richtige Richtung.“

Dass viele Menschen bereits auf dem richtigen Weg sind, bewiesen die Teilnehmer gleich zu Beginn des Workshops in einer Vorstellungsrunde. Die Aufgabe war, sich mit einem interessanten Fakt zur eigenen Person vorzustellen. Dabei wurden ausschließlich Punkte genannt, die ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit sind. Der Verzicht auf Plastikflaschen, das Aufsammeln von Müll bei Spaziergängen oder die mehrmalige Verwendung von Verpackungsmaterial sind nur wenige Beispiele.

Von Beginn an konnte man feststellen, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema ist. Die Anwesenden waren stets sehr engagiert und diskussionsfreudig. Fragen wie „Ist Deutschland Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit“, „Wie schwer ist es, nachhaltig zu leben“ und „Kann ich als einzelne Person etwas verändern“ wurden munter diskutiert.

Der Fokus des Workshops lag darin, den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten. In kleinen Gruppen erarbeiteten sich die Teilnehmer in vier Schritten einen konkreten Plan. Von den Aspekten, die sie derzeit am meisten stören über eine Vision, wie die Welt sein sollte und Möglichkeiten, wie man diese Vision umsetzen kann bis hin zu dem einen Punkt, den man selbst anders machen möchte. Darauf achten, das Licht nur in Räumen einzuschalten, in denen man es braucht. Nur noch unverpacktes Obst und Gemüse kaufen. Sich mit Kollegen oder Freunden über das Thema unterhalten und so auch andere inspirieren.

So gingen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende mit einem konkreten Vorhaben nach Hause, das sie ab heute umsetzen wollen. Die Ideen waren vielfältig. Und umsetzbar. Bodenstab: „Genau darum geht es uns. Niemand kann von heute auf morgen komplett auf Plastik verzichten oder kein CO2 mehr produzieren. Und das muss auch niemand. Aber wenn wir alle überlegen, was in unseren Möglichkeiten liegt und dann eine Kleinigkeit umstellen, haben wir schon viel erreicht.“ Die Hoffnung ist, dass diese kleinen Änderungen zur Gewohnheit werden, sodass sie irgendwann als Selbstverständlichkeit gelten.

„Manchmal braucht man 13 Jahre und einen Workshop, um eine Sache zu ändern,“ so einer der Teilnehmer mit einem guten Schuss Selbstironie.

Das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv. Sie konnten viele neue Impulse mitnehmen, insbesondere durch den gegenseitigen Austausch. „Manchmal braucht man 13 Jahre und einen Workshop, um eine Sache zu ändern,“ sagte einer der Teilnehmer mit einem guten Schuss Selbstironie.

Auf den erfolgreichen Start soll schon bald aufgebaut werden. Die nächste Veranstaltungsreihe ist bereits in Planung. Im Rahmen des „Society Clean Ups“ werden ab Oktober regelmäßig Veranstaltungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten stattfinden. Interessierte sind stets herzlich willkommen. Elisa Bodenstab: „Die erste Veranstaltung soll sich um das Thema nachhaltige Mode drehen. Wie kann ich aus alter Kleidung etwas neues schaffen?“ Für die weiteren Termine möchte der Verein Perpetuum Mobility vor allem auf die Wünsche von Teilnehmern und Interessierten eingehen. Vorschläge und Ideen werden gerne unter info@perpetuummobility.de entgegengenommen.

Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass man eine so große Veränderung nur erfolgreich gestalten kann, wenn man das Bewusstsein für die Probleme und Chancen stärkt und alle Menschen auf diesen Weg mitnimmt. Die ersten Schritte wurden am Samstag gemacht. Weitere sollen folgen.

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